Rasenflächen Richtig und Clever Düngen

Düngung

Damit der Rasen sich Optimal mit den gewünschten Eigenschaften entwickeln kann muss er Bedarfsgerecht mit Nährstoffen versorgt werden. Stickstoff ist von besonderer Bedeutung für das Wachstum der Gräser. Der Stickstoff bedarf einer Rasenfläche hängt vor allen von der Nutzung und des Rasentyps an. Wird der Rasen oft geschnitten und das schnittgut wird abgesammelt so braucht der rasen mehr Nährstoffe da man zusammen mit dem schnittgut auch die in ihn enthaltenen Nährstoffe der Rasenfläche entzieht. Bleibt das schnittgut liegen so wird er durch das Bodenleben zersetzt und Nährstoffe gelangen zurück in den Boden dadurch kann das düngen auf diesen Flächen reduziert werden: auf schwach wachsenden Flächen um 5g Stickstoff/m2 und auf stark wachsende Flächen um 10g Stickstoff/m2.

Um so genannte Verbrennungen und Stickstoff Auswaschungen zu vermeiden sollte bei Verwendung von schnell wirkenden Düngern (in der Regel Wasserlösliche Dünger) Die Stickstoff Menge pro Düngergabe 5g Stickstoff auf dem m2 nicht überschreiten. Verwendet man Depotdünger so kann nach Herstellerangaben die Düngung erhöht werden. Bei Depot Dünger mit mittlerer Langzeitwirkung auf 12g Stickstoff/m2 und bei längerer Wirkungsdauer um 25g Stickstoff/m2.

Stickstoffmangel erkennt man am schwachen wuchs und einer hellgrünen bis gelben Farbe der Gräser. Eine Stickstoff Überdüngung erkennt man nicht wie man denken könnte an einer dunkleren Farbe der Gräser vielmehr am höheren mähaufwand. Die Gräser sind so auch Krankheitsanfälliger.
Es sollte auf jeden Fall umweltschonend gedüngt werden. Um das zu gewährleisten muss man erst einmal der Nährstoffgehalt im Boden feststellen dies geschieht durch eine Bodenuntersuchung. Dabei werden Bodenproben in einer Tiefe von 0 bis 30cm, 30 bis 60cm und 60 bis 90cm genommen am besten schicken sie nun diese Bodenproben in ein Institut z.B. LUFA (am besten auf die Internet Seite gehen dort kann man sich Bodenuntersuchungssets zuschicken lassen und die dann befüllen mit den Proben und zurückschicken nach wenigen Tagen erhalten sie das Ergebnis).
Die der Stickstoffdügung ergibt sich aus dem Stickstoffbedarf des Rasens minus dem Stickstoffgehalt des Bodens

In Wasserschutzgebieten bitte Die Düngung um 20 Prozent reduzieren zum Schutz der Umwelt.
Natürlich braucht der rasen auch andere Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und Magnesium. Diese Nährstoffe sind in
jeden Stickstoff Dünger im Allgemeinen vorrätig. Um den Bedarf zu ermitteln reicht es aus alle 2-3 Jahre eine Bodenprobe in einer Tiefe von 10 cm zunehmen.
Die Wahl des richtigen Dünge Zeitpunkt ist von großer Bedeutung für eine optimale Düngung.
Der Zeitpunkt variiert allerdings er ist abhängig von Boden Art, Nutzung, Witterung und Art des Düngers.

So könnte die Düngung aussehen:
Leichte Böden im März/April kurz vor Beginn der Vegetationsperiode um das Wachstum anzuregen.
Schwere Böden im Mai/Juni, wenn das Wachstum langsam nachlässt.
Wenn man schnell wirkende Mineraldünger verwendet sollte man alle 3 bis 4 Wochen düngen.
Ausbringung des Düngers
Man muss unbedingt gleichmäßig den Dünger verteilen da sonst keine optimale Nährstoffversorgung gewährleistet ist. Auch sind Dünger Anhäufungen zu vermeiden, weil Verbrennungsgefahr besteht. Kastenstreuer bieten hier meiner Meinung nach im privaten wie im Profi Bereich die beste und schönste Ausbringung dabei ist zu beachten das nicht überlappt gefahren werden darf.